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Förderschwerpunkt Sprache: Maßnahmen zur Sprachförderung im Schulunterricht

Maßnahmen zur Sprachförderung im Förderschwerpunkt Sprache

Der Förderschwerpunkt Sprache betrifft laut Statista etwa 10% aller Schüler:innen mit sonderpädagogischem Förderbedarf. Die Sprache ist ein wichtiges Mittel des persönlichen Ausdrucks, der Kommunikation im Miteinander und als Basis von sprachlich vermitteltem Lernen. In diesem Beitrag bieten wir Tipps und Maßnahmen zur Sprachförderung im Schulunterricht.

Was beinhaltet/bedeutet der sonderpädagogische Förderschwerpunkt Sprache

Der sonderpädagogische Förderschwerpunkt Sprache kommt dann zum Einsatz, wenn die Fähigkeit zur Kommunikation bei einem Kind eingeschränkt ist. Je früher Maßnahmen zur Sprachförderung im Schulunterricht ergriffen werden desto besser, denn die Sprache bildet eine zentrale Grundlage des schulischen Lernens. 

Wenn es einem Kind schwer fällt, sich zu artikulieren und sprachliche Beeinträchtigungen festzustellen sind, kann es sinnvoll sein, Maßnahmen mit dem Förderschwerpunkt Sprache zu ergreifen. Sprach- und Kommunikationsstörungen können sich zum Beispiel durch einen gestörten Redefluss, eine Störung der Stimme und des Stimmklanges, durch Störungen der Aussprache oder myofunktionelle Störungen zeigen. Nicht selten geht der Förderbedarf im Bereich Sprache mit sozial emotionalem und motorischem Unterstützungsbedarf einher. 

Der Förderschwerpunkt zielt auf zwei wesentliche Punkt ab. Zum einen wird versucht, die Beeinträchtigung durch gezielte Förderung im Schulunterricht abzubauen. Es bedarf an intensiven Maßnahmen – auch im präventiven Sinne – um Verfestigung zu vermeiden. Zum anderen spielt die selbstbestimmte Kommunikationsfähigkeit und sprachliche Handlungskompetenz in alltäglichen Kontexten eine Rolle. Der Förderschwerpunkt Sprache zielt darauf ab, eine umfassende sprachliche Handlungskompetenz und eine selbstbestimmte Verständigungsfähigkeit zu vermitteln. 

Welche Maßnahmen zur Sprachförderung im Schulunterricht gibt es?

Die Kinder werden in den meisten Fällen nach den Lehrplänen von allgemeinbildenden Schulen beschult. Bei leichteren Fällen des Förderbedarfs findet dies in inklusiven

Settings statt, bei schweren Fällen oft in Förderzentren/-schulen. Nachfolgend haben wir Maßnahmen zur Sprachförderung für den Schulunterricht vereint: 

  • Ein sprachsensibler Unterricht verwendet das Medium Sprache ganz bewusst, um sprachliche Hürden abzubauen.
  • Für den Unterricht sollen passgenaue Texte ausgewählt werden wo der Umfang des Wortschatzes zur Altersgruppe der Kinder passt und alle Schüler:innen abgeholt werden. 
  • Lege den Unterricht kommunikativ an. Durch das Sprechen mit den Schüler:innen erhältst du direkt Feedback zur sprachlichen Entwicklung deiner Schüler:innen. Ein Kamishibai Erzähltheater kann hierbei unterstützen.
  • Biete den Kindern sprachliche Hilfestellungen an. Beispielsweise durch Lernplakate oder Wortlisten. 
  • Die SPLINT App stellt Impulse für Pädagog:innen zum Umgang mit Schüler:innen bereit, die Unterstützung im Förderbereich Sprache benötigen. 

Förderschwerpunkt Sprache – Förderplan erstellen mit der Webanwendung SPLINT in 5 Schritten

In der SPLINT App kannst du mit dem SPLINT-Bogen ,,Sprache’’ Förderpläne für deine Schüler:innen erstellen. Der Bogen ist für alle Jahrgänge geeignet und bietet Hilfe zu den Bereichen Aussprache, phonologische Bewusstheit, Wortschatz, Verständnis, Grammatik und Kommunizieren. So erstellst du den Förderplan in nur fünf Schritten: 

1.Rufe die Website splint.schule auf und registriere dich kostenfrei oder melde dich an.

Wenn du neu bei SPLINT bist, haben wir hier die ersten Schritte in einer Anleitung für dich zusammengestellt. 

2.Klicke auf ,,Schüler:innen’’, wähle eine:n von dir erstelle:n Schüler:in aus und gehe dann auf ,,Beobachtung anfragen’’. Wenn du noch keine:n Schüler:in erstellt hast, dann klicke auf ,,Schüler:innen’’ und dann auf den Kreis ,,Schüler:in erstellen’’. Gib hier die benötigten Informationen zu deiner Schülerin oder deinem Schüler ein. 

3.Anschließend scrollst du etwas nach unten und klickst auf ,,Beobachtung anfragen’’. Unter ,,Kolleg:innen auswählen’’ kannst du entweder dich selbst, oder deine Kolleg:innen angeben, mit denen du den Bogen kollaborativ bearbeiten möchtest. Unter der Sektion ,,Sonderpädagogische Beobachtungen’’ findest du den ,,SPLINT-Bogen Sprache’’. Wähle diesen Bogen aus. Du hast rechts neben dem Fragezeichen die Möglichkeit, dich für einzelne Kapitel zum Thema Sprache zu entscheiden, wenn du möchtest. Scrolle dann nach unten und klicke auf ,,Absenden’’. 

4.Wenn du den Bogen an deine Kolleg:innen versendet hast, werden diese direkt per Mail benachrichtigt und können den Bogen bearbeiten. 

5.Wenn du dir den Bogen aber selbst zugewiesen hast, dann klicke auf den Kreis ,,Meine Aufgaben’’. Hier wird dir der Name des/der Schüler:in mitsamt dem Bogen angezeigt. Klicke darauf und starte mit dem Ausfüllen. Hast du alle Fragen beantwortet, liefert dir SPLINT zum Förderschwerpunkt Sprache Förderplan Beispiele mittels Vorschlägen für Förderziele sowie bedarfs- und situationsgerechte Handelsempfehlungen.

Zukünftig wird in der SPLINT Web-App auch das Marburger Sprachscreening zur Nutzung vorhanden sein – aktuell wird es mit der Community lektoriert. 

Beispiele für Ziele und Maßnahmen zur Sprachförderung im Förderschwerpunkt Sprache 

Um ein Ziel formulieren zu können, muss zuallererst die Ausgangssituation genau analysiert werden. Wo hat das Kind aktuell noch Schwierigkeiten und was klappt schon ganz gut? Gerade jüngere Kinder sind oft noch schüchtern und trauen sich nicht, sich viel zu äußern. An genau diesem Punkt setzt Sprachförderung meist an. Es geht darum, den Wert von Sprache zu vermitteln und die Kinder anhand von geeigneten Medien und Materialien zum Sprechen anzuregen, wodurch wiederum der Wortschatz erweitert wird. Darüber hinaus gibt es natürlich noch weitere Ziele, wie zum Beispiel: 

  • die Verbesserung der Lautsprache 
  • der Ausbau von grammatikalischen Fähigkeiten 
  • die Vermittlung von Rhythmus und Taktgefühl 
  • die Bedeutung von Sprachmelodie und Lautbildung 
  • die Optimierung des Sprachverständnisses, dazu gehört das Wiedergeben von Gehörtem oder das Beantworten von Fragen
  • den kommunikativ-sozialen Aspekt der Sprache vermitteln, dazu gehört zum Beispiel das Ausdrücken von Bedürfnissen. 

Verwendete Literatur: 

https://www.inklusion.bildung.sachsen.de/sprache-6997.html

https://bildungsserver.berlin-brandenburg.de/fileadmin/bbb/unterricht/sonderpaedagogische_Foerderung_und_gemeinsamer_Unterricht/2009_-08-05_HR_Sprache.pdf

 

 

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